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Zur Geschichte der Senziger Seebrücke ( Tipp )
Die Seebrücke ist Bestandteil des ehemaligen Kalksandsteinwerkes Senzig.
Die Geschichte des Kalksandsteinwerkes Senzig ist mit der Geschichte des Kalksandsteinwerkes in Niederlehme eng verbunden.
Die Kalksandsteinwerke entstanden zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Sie gehörten dem Berliner Baumeister und Unternehmer Robert Guthmann. Die ersten Kalksandsteine wurden 1901 in Niederlehme hergestellt. In Senzig begann die Produktion um 1906.
Das Kalksandsteinwerk Senzig besaß eine imposante hölzerne Verladebrücke mit Sandschurre und lag günstig am Krüpelsee und damit an der schiffbaren Dahme.
Ausgedehnte Sandvorkommen gab es Ausgangs Senzig (die Siedlung am Krüpelsee entstand erst ca. 20 Jahre später). Kalkstein, zum Beispiel aus Sperenberg und Rüdersdorf, wurde im Schachtofen in Niederlehme gebrannt und kam von dort als Branntkalk per Schiff nach Senzig. Umschlagplatz war die Verladebrücke.
Die ehemalige hölzerne Verladebrücke, 1958/59 durch eine ca. 1,5 m höher aus dem Wasser ragende Betonkonstruktion ersetzt, ist die heutige Seebrücke.
In den 50´er Jahren lag in Senzig der tägliche Ausstoß bei 150.000 Steinen.
Hauptabsatzmarkt der Kalksandsteine war Berlin (Ost- und West). Die Steine wurden hauptsächlich per Lastkahn, gezogen von Schleppdampfern, auf dem Dahme-Spree-Wasserweg transportiert.
Bis 1950 wurden Steine und Bausand noch über die Schurre, rechts von der Brücke gelegen, auf die Kähne verladen.
Zu DDR-Zeiten gehörte das KSW Senzig zur Bauunion Ost mit der Bezeichnung „VEB KSW Senzig“.
Später war geplant, hier ein Gasbetonwerk (Schaumsilikatwerk) zu errichten, was aber nicht realisiert wurde. Eine große Halle war dafür bereits errichtet.
1963 kam es zur Einstellung der Produktion. Um 1965 wurde das Werk abgerissen. Bis 1963 wurden täglich noch 94.000 Steine produziert, eine Jahresproduktion von ca. 24 Millionen Steinen.
Auf dem wasserseitigen Teil des Betriebsgeländes wurde nachfolgend ein Schulungs-und Erholungszentrum des Rates des Kreises Königs Wusterhausen errichtet.
Auf dem benachbarten Grundstück etablierte sich ein Wassersportverein.
Nach 1990 befand sich auf einem Teil des Areals, in dem aufstehenden Gebäude, vorübergehend die Gaststätte „Big Blue“.
Im Jahr 2000 wurde die rekonstruierte Seebrücke, mit dem Sanitärgebäude auf dem davorliegenden Gelände, übergeben und nur kurze Zeit bewirtschaftet.
Nachfolgend gelang es dem damaligen Pächter nicht, das Areal zu bewirtschaften und zu entwickeln.
Seit dem Jahr 2008 bewirtschaftet der jetzige Pächter Herr Wenzel die Seebrücke. Bewundernswert ist sein Einsatz bei der Pflege des städtischen Areals an der Seebrücke. An manchen Tagen verbringen mehrere Hundert Gäste aus der Region und internationale Gäste schöne und erlebnisreiche Stunden an und auf der Seebrücke.
Fortbestehende Konzeptionslosigkeit der Kommunalverwaltungen rief in der Vergangenheit und Gegenwart auch Spekulanten und Menschen mit teilweise illusorischen Vorstellungen auf den Plan. Es verstärkt sich die Gefahr, dass diese einmalige Rarität unserer Binnengewässer, Deutschlands größte Seebrücke in einem Binnensee, der umfassenden öffentlichen Nutzung entzogen werden könnte.
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DAS BRUNNENLIED
Sebastian Lohse & die feine Gesellschaft
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Die Seebrücke ist Bestandteil des ehemaligen Kalksandsteinwerkes Senzig.
Die Geschichte des Kalksandsteinwerkes Senzig ist mit der Geschichte des Kalksandsteinwerkes in Niederlehme eng verbunden.
Die Kalksandsteinwerke entstanden zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Sie gehörten dem Berliner Baumeister und Unternehmer Robert Guthmann. Die ersten Kalksandsteine wurden 1901 in Niederlehme hergestellt. In Senzig begann die Produktion um 1906.
Das Kalksandsteinwerk Senzig besaß eine imposante hölzerne Verladebrücke mit Sandschurre und lag günstig am Krüpelsee und damit an der schiffbaren Dahme.
Ausgedehnte Sandvorkommen gab es Ausgangs Senzig (die Siedlung am Krüpelsee entstand erst ca. 20 Jahre später). Kalkstein, zum Beispiel aus Sperenberg und Rüdersdorf, wurde im Schachtofen in Niederlehme gebrannt und kam von dort als Branntkalk per Schiff nach Senzig. Umschlagplatz war die Verladebrücke.
Die ehemalige hölzerne Verladebrücke, 1958/59 durch eine ca. 1,5 m höher aus dem Wasser ragende Betonkonstruktion ersetzt, ist die heutige Seebrücke.
In den 50´er Jahren lag in Senzig der tägliche Ausstoß bei 150.000 Steinen.
Hauptabsatzmarkt der Kalksandsteine war Berlin (Ost- und West). Die Steine wurden hauptsächlich per Lastkahn, gezogen von Schleppdampfern, auf dem Dahme-Spree-Wasserweg transportiert.
Bis 1950 wurden Steine und Bausand noch über die Schurre, rechts von der Brücke gelegen, auf die Kähne verladen.
Zu DDR-Zeiten gehörte das KSW Senzig zur Bauunion Ost mit der Bezeichnung „VEB KSW Senzig“.
Später war geplant, hier ein Gasbetonwerk (Schaumsilikatwerk) zu errichten, was aber nicht realisiert wurde. Eine große Halle war dafür bereits errichtet.
1963 kam es zur Einstellung der Produktion. Um 1965 wurde das Werk abgerissen. Bis 1963 wurden täglich noch 94.000 Steine produziert, eine Jahresproduktion von ca. 24 Millionen Steinen.
Auf dem wasserseitigen Teil des Betriebsgeländes wurde nachfolgend ein Schulungs-und Erholungszentrum des Rates des Kreises Königs Wusterhausen errichtet.
Auf dem benachbarten Grundstück etablierte sich ein Wassersportverein.
Nach 1990 befand sich auf einem Teil des Areals, in dem aufstehenden Gebäude, vorübergehend die Gaststätte „Big Blue“.
Im Jahr 2000 wurde die rekonstruierte Seebrücke, mit dem Sanitärgebäude auf dem davorliegenden Gelände, übergeben und nur kurze Zeit bewirtschaftet.
Nachfolgend gelang es dem damaligen Pächter nicht, das Areal zu bewirtschaften und zu entwickeln.
Seit dem Jahr 2008 bewirtschaftet der jetzige Pächter Herr Wenzel die Seebrücke. Bewundernswert ist sein Einsatz bei der Pflege des städtischen Areals an der Seebrücke. An manchen Tagen verbringen mehrere Hundert Gäste aus der Region und internationale Gäste schöne und erlebnisreiche Stunden an und auf der Seebrücke.
Fortbestehende Konzeptionslosigkeit der Kommunalverwaltungen rief in der Vergangenheit und Gegenwart auch Spekulanten und Menschen mit teilweise illusorischen Vorstellungen auf den Plan. Es verstärkt sich die Gefahr, dass diese einmalige Rarität unserer Binnengewässer, Deutschlands größte Seebrücke in einem Binnensee, der umfassenden öffentlichen Nutzung entzogen werden könnte.
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DAS BRUNNENLIED
Sebastian Lohse & die feine Gesellschaft
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